:terra nova BiosphärenBand Rhein-Erft-Kreis | D

:terra nova BiosphärenBand

Rhein-Erft-Kreis | D

Bauherr Rhein-Erft-Kreis Bergheim, Bedburg, Elsdorf Planung 2009-2010 Bauzeit 2010-2013 Leistungsphasen LP 1-5, 8 (gestalt. Oberleitung) und LP 1-9 (InfoBoxes) Grösse 100 ha Planungspartner Ernst Scharf, Architekt Berlin | Torsten Köchlin, Grafik Design Berlin | Deutscher Landschaftsarchitekturpreis 2017 - Auszeichnung in der Kategorie Klimaanpassung und Nachhaltigkeit

Der Rhein-Erft-Kreis westlich von Köln ist wesentlich durch Braunkohletagebaue geprägt und wandelt sich ständig. Die industriellen Eingriffe lassen bizarre, einzigartige Bilder und Landschaftsabschnitte entstehen. Deren Qualitäten sind identitätsstiftend für die Region und ihre Bewohner und müssen weiter entwickelt und ergänzt werden. Die Verantwortlichen für die Regionale 2010 haben deshalb in Zusammenarbeit mit den Kommunen Bergheim, Bedburg, Elsdorf und dem Rhein-Erft-Kreis einen Kulturlandschaftswandlungsprozess angestoßen.

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Die Abraumbandanlage wird in ihrer künstlichen Ausprägung weiter überformt und erzählt künftig in Sequenzen die Geschichte der Geologie der Erde und der Entstehung von Braunkohle im Hambacher Flöz. In dem das BiosphärenBand die vorhandenen Landschaftszüge kontrastiert, macht es deren Eigenarten um so deutlicher. Wo die Börde offen und unbewaldet ist, zeigt das Biosphären Band Waldgesellschaften.
Der nach über 30 Jahren reich bewaldete Einschnitt musste nach Beendigung der Tagebautätigkeit wegen des wieder ansteigenden Grundwassers mit ca. 3,7 Mio. Kubikmeter Material verfüllt werden, da die Standfestigkeit der geschütteten Hänge nicht gewährleistet werden konnte.
Heute zeigen die sanft geschwungenen Kiefernhügel eine neue Landschaft. Sie stellen einen der landschaftlichen Urtypen innerhalb des Biosphärenbandes dar.
die Vegetationsinseln in den nächsten Jahren vor Wildverbiss schützen, aus orangefarbenen Lawinenschutzzäunen ausgeführt.
Ein Netz aus Informationsträgern, Ortsbesetzungen und Landmarken kristallisiert sich in den einzelnen Knotenpunkten, den InfoBoxes und Gangways.
An diesen Orten sollen die jeweils spezifischen Inhalte und Themen vermittelt und ein Dialog mit den Besuchern erreicht werden.
Von weit her sichtbar dienen sie als Landmarken in der Energielandschaft.
Nicht zuletzt sind sie Orte hoher Attraktivität für den Tourismus und die Naherholung.